Die Projektarbeit begann bereits im vergangenen Jahr beim Outgoing in Tansania. Dort besuchten die Jugendlichen eine Biogasanlage, tauschten sich mit Expert*innen aus und beschäftigten sich mit der Energieversorgung vor Ort.
Adrian Petrov, Schüler am Hildegard-von-Bingen-Gymnasium, beschreibt seine Eindrücke so: „Ich fand es spannend zu sehen, welche unterschiedlichen Energiequellen in Deutschland und Tansania genutzt werden. In Tansania spielt zum Beispiel Holz als Energieträger eine wichtigere Rolle. Gleichzeitig gibt es dort aber auch Biogasanlagen, die wir uns angeschaut haben. Besonders schön war zu sehen, welche Gemeinsamkeiten wir trotz unterschiedlicher Lebensrealitäten haben.“
Während des Gegenbesuchs in Köln knüpfte die Gruppe an diese Erfahrungen an. Exkursionen führten unter anderem in das Rheinische Braunkohlerevier sowie zu weiteren Lernorten rund um die Energiewende. Gespräche mit Fachleuten eröffneten Einblicke in erneuerbare Energien, nachhaltige Energieversorgung und den Strukturwandel im Rheinland.
Dabei wurde immer wieder über Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutiert. Obwohl die Energieversorgung in den beiden Ländern von unterschiedlichen Voraussetzungen geprägt ist, beschäftigen sich die Jugendlichen mit ganz ähnlichen Fragen: Wie kann Energie nachhaltig erzeugt werden? Welche Auswirkungen hat der Klimawandel? Und welchen Beitrag können sie selbst leisten?
Auch für Samwel Mwinuka von der Wende Secondary School war die Begegnung voller neuer Eindrücke: „Ich wusste vorher nicht, dass aus tierischen Exkrementen Energie gewonnen werden kann. Beeindruckt hat mich auch, wie groß die Fläche ist, die für den Braunkohleabbau genutzt wird."