Begegnungsreise Hannover – Sarayaku (2025)
| Name der deutschen Schule: | Gymnasium Limmer |
|---|---|
| Bundesland: | Niedersachsen, Hannover |
| Name der Partnerschule: | Unidad Educativa Sarayaku |
| Region/Land: | Lateinamerika, Ecuador, Sarayaku |
| Schulformen: | Gymnasium |
| Beginn der Schulpartnerschaft: | 2018 |
| Titel des Projekts: | Autonome, gesunde und nachhaltige Ernährung im Amazonas Gebiet und in Niedersachsen |
| Jahr des Austauschs: | 2025 |
| Altersstufen: | 15, 16, 17 |
| Themen: | Landwirtschaft und Ernährung |
| Programmlinie: | Begegnungsreise (Outgoing) |
| Begleitende NRO: | Südamerika-Zentrum Hannover e.V. |
Projektbeschreibung
Im Zentrum des Projekts standen die Themen gesunde und nachhaltige Ernährung sowie die Bedeutung lokaler und autonomer Lebensmittelproduktion. Beide Schulen setzten sich intensiv mit unterschiedlichen Aspekten nachhaltiger Ernährung auseinander und verglichen dabei die Lebensrealitäten in Deutschland und Ecuador.
Die Ernährungssicherung der Gemeinde Sarayaku basiert traditionell auf indigenen Anbaumethoden (chacra), Jagd, dem Sammeln von Pflanzen sowie Fischfang und Fischzucht. Durch die zunehmende Verschmutzung der Flüsse sind die Fischbestände im Amazonasgebiet jedoch stark zurückgegangen. Ursachen hierfür sind insbesondere die Erdölförderung, der Bergbau im Oberlauf der Flüsse sowie die Abholzung des Regenwaldes.
Als langfristiger Lösungsansatz wurde die Einrichtung eines Reproduktionslabors im Regenwald entwickelt, das dazu beitragen soll, die Bestände einheimischer Fischarten des Amazonasgebietes zu erhalten. Zur Unterstützung dieses Vorhabens beschäftigten sich die Teilnehmenden gemeinsam mit einer lokalen Bauerngruppe mit der Herstellung von Fischfutter und setzten sich praktisch mit nachhaltiger Fischzucht auseinander.
Ein übergeordnetes Ziel des Projekts war es, die indigene Weltanschauung der Kichwa-Gemeinschaft Sarayaku – Kawsak Sacha („lebendiger Regenwald“) – kennenzulernen, zu bewahren und stärker ins Bewusstsein zu rücken. Durch den interkulturellen Austausch entwickelten die Schüler*innen ein vertieftes Verständnis für unterschiedliche Perspektiven auf Natur, Ernährung und nachhaltige Lebensweisen.