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Begegnungsreise Gießen – Windhoek (2024)

Name der deutschen Schule: Ricarda-Huch-Schule Gießen
Bundesland: Hessen, Gießen
Name der Partnerschule: Jakob Marengo Secondary School
Region/Land: Afrika, Namibia, Windhoek
Schulformen: Sekundarschule
Beginn der Schulpartnerschaft: 2020
Titel des Projekts: Keeping The Name - Living The Spirit
Jahr des Austauschs: 2024
Altersstufen: 15, 16, 17
Themen: Diversität und Kultur/ Menschenrechte und Nachhaltigkeit/ Postkolonialismus und Geschichte/ Bildung/ Geschichte der Globalisierung: Vom Kolonialismus zum „Global Village“
Programmlinie: Begegnungsreise (Incoming)
Begleitende NRO: Namibian Institute for Democracy; Magistrat der Stadt Gießen

Projektbeschreibung

Die Ricarda-Huch-Schule nahm bereits vor dem Austausch an zahlreichen Bildungsinitiativen der Stadt Gießen teil, die sich mit den UN-Nachhaltigkeitszielen beschäftigten. Zudem partizipierten die Schüler*innen 2021 an einer Fachkonferenz zum Thema „Lernwege und Spurensuche über Grenzen hinweg – Entwicklungspolitische Ansätze in der Kommun“ und leisteten dort einen Programmbeitrag. So entstand der Kontakt und die Idee einer nachhaltigen Schulpartnerschaft auf Augenhöhe mit der Jakob Marengo Secondary School in Windhoek.

Ausgehend von den Ergebnissen der Anbahnungsreise, standen beim Besuch der Partner*innen in Deutschland die Vermittlung und die Bedeutung von Werten im Mittelpunkt. Zu Beginn standen die gelebten Werte in den jeweiligen Schulen auf Basis der namengebenden Persönlichkeiten Jakob Marengo und Ricarda Huch in ihrem jeweiligen historischen Kontext im Zentrum der Betrachtungen. Es zeigte sich, dass beide Schulen den „Geist“ dieser Persönlichkeiten in ihrer Schwerpunktsetzung umzusetzen versuchten. Ihr Engagement, prägenden Werte und deren gesamtgesellschaftlichen Wirkung dienten im weiteren Programmverlauf als Orientierung und erlaubten eine Reflexion über soziale, politische und ökonomische Dimensionen des jeweiligen Wertekanons.
Ausgehend davon wurden auch Zukunftsgestaltungen und - dimensionen reflektiert. Besonders zentral erschienen den Schüler*innen hier Prinzipien der Mitbestimmung, Selbstständigkeit und Gemeinschaft. Gruppenarbeiten zu Kolonialismus und Erinnerungskultur stießen die Reflexion über historische Inhalte und die daraus resultierende Verantwortung und Wiedergutmachung an. Auch die Zeit in den Gastfamilien erlaubte maßgeblich ein besseres Kennenlernen und ein gesteigertes Verständnis zwischen den Partnerschüler*innen und half interkulturelle Freundschaften zu schließen.