Anbahnungsreise Landau – Drimiopsis (2024)
| Name der deutschen Schule: | Freie Montessorischule Landau |
|---|---|
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz, Landau |
| Name der Partnerschule: | Mokganedi Tlhabanello High School |
| Region/Land: | Afrika, Namibia, Drimiopsis |
| Schulformen: | Sekundarschule (mit gym. Oberstufe) |
| Beginn der Schulpartnerschaft: | 2022 |
| Titel des Projekts: | Gemeinsam Wachsen: Schüleraustausch Deutschland-Namibia |
| Jahr des Austauschs: | 2024 |
| Altersstufen: | 16, 17, 18 |
| Themen: | Postkolonialismus und Geschichte/ Politische Herrschaft, Demokratie und Menschenrechte (Good Governance)/ Geschichte der Globalisierung: Vom Kolonialismus zum „Global Village“ |
| Programmlinie: | Anbahnungsreise |
| Begleitende NRO: | Suni e. V.; Universität RPTU |
Projektbeschreibung
Ein namibischer Lehrer besuchte im Rahmen eines pädagogischen Austausches und der Unterstützung von Suni e.V. die Landauer Schule und weckte das große Interesse der deutschen Schulgemeinschaft. Die beiden Schulen, die Freie Montessorischule Landau und die Mokganedi Tlhabanello High School, entschieden gemeinsam, dass eine Partnerschaft eine wunderbare Möglichkeit bietet, auf Augenhöhe etwas voneinander zu lernen und gemeinsame Projekte zwischen Schüler*inne und Lehrkräfte beider Länder zu ermöglichen.
Das Austauschprojekt zwischen den Schulen n Deutschland und Namibia ermöglichte den Teilnehmenden ein intensives Kennenlernen der jeweiligen Schulen und Kulturen. Im Mittelpunkt standen Projekte zur demokratischen Teilhabe von Schüler*innen, sowohl in der Schule als auch auf kommunaler und auf Landesebene in beiden Partnerländern. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur, wobei deutsche Teilnehmende die Vergangenheit des Nationalsozialismus und namibische Teilnehmende die koloniale Vergangenheit ihres Landes reflektieren. Der Besuch des Hosea Kutako Shrine in Aminuis, einem Museum zum Herero-Genozid und zum Widerstand gegen die deutsche Kolonialherrschaft, vermittelte eindrücklich die koloniale Vergangenheit Namibias und deren weitreichenden Folgen. Durch Workshops, Diskussionen und gemeinsame Aktivitäten konnten die Schüler*innen ein tieferes Verständnis für historische Verantwortung und gesellschaftliche Mitgestaltung entwickeln. Das Projekt trug maßgeblich zur interkulturellen Verständigung bei und stärkte das Bewusstsein für Demokratie und historische Aufarbeitung.