Begegnungsreise Heilbronn – Kakamega (2024)
| Name der deutschen Schule: | Christiane-Herzog-Schule |
|---|---|
| Bundesland: | Baden-Württemberg, Heilbronn |
| Name der Partnerschule: | Bishop Sulumeti Girls High School |
| Region/Land: | Afrika, Kenia, Kakamega |
| Schulformen: | Sekundarschule (mit gym. Oberstufe) |
| Beginn der Schulpartnerschaft: | 2009 |
| Titel des Projekts: | Partnership for global goals |
| Jahr des Austauschs: | 2024 |
| Altersstufen: | 16, 17, 18, 19 |
| Themen: | Armut und soziale Sicherheit/ Bildung/ Diversität und Kultur/ Globalisierung religiöser und ethischer Leitbilder/ Menschenrechte und Nachhaltigkeit/ Politische Herrschaft, Demokratie und Menschenrechte (Good Governance)/ Vielfalt der Werte, Kulturen und Lebensverhältnisse: Diversität und Inklusion |
| Programmlinie: | Begegnungsreise (Incoming) |
| Begleitende NRO: | Connecting Youth - Jugend in Eurafrika e V. |
Projektbeschreibung
„Ich hätte ja nicht gedacht, dass wir so gute Freundinnen werden“ - Herkunft, Alter, soziokultureller Hintergrund und Lebensalltag trennen die kenianischen und die deutschen Schüler*innen, doch das Projekt „Partnership for global goals“ der Christiane-Herzog-Schule Heilbronn und der Bishop Sulumeti Girls High School in Kenia hat die Schüler*innen zusammengeführt. Sie haben gemeinsam Texte, Lieder, Verfassungen und Social Media-Beiträge analysiert, Wände gemalt, Videos gedreht, Logos entworfen und getanzt, alles um ihr Projektthema „Gender Equality and Good Governance“ vor dem Hintergrund des globalen Erstarkens rechter Bewegungen den beiden Schulgemeinschaften und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Zu Beginn recherchierten die Schüler*innen inwiefern die Verfassungen der beiden Partnerländer, sowie die allgemeine Erklärung der Menschenrechte Stellung zum Thema Gender Equality nehmen. Analysiert wurde zudem, wie rechte Narrative und traditionelle Vorstellungen von Geschlechterrollen in beiden Partnerländern Einfluss auf die Meinungsbildung zu Gender Gerechtigkeit nehmen. Auf dem vielfältigen Programm stand außerdem der Besuch des EU-Parlaments in Straßburg mit besonderem Augenmerk auf die Aushandlung einer EU-Richtlinie zu Gender Equality. Außerdem analysierten die Schüler*innen gemeinsam TikTok und YouTube-Videos und der darin propagierten rechten Agenda und Misogynie. Mit Hilfe der „Frauen helfen Frauen e.V.“ und „Mercy Kamau“, lernten die Schüler*innen über geschlechtsspezifische Gewalt und erlernten in einem Workshop Grundzüge der Selbstverteidigung. In Zusammenarbeit mit „Experimenta“ bedruckten die Schüler*innen schließlich Taschen mit einem selbstentworfenen Logo, erstellen einen Videoclip und ein Wandbild im Treppenhaus der deutschen Schule, um dem Austausch die gebührende Sichtbarkeit zu verschaffen.