Begegnungsreise Bischofswerda – Ouidah (2024)
| Name der deutschen Schule: | Goethe-Gymnasiums Bischofswerda |
|---|---|
| Bundesland: | Sachsen, Bischofswerda |
| Name der Partnerschule: | CEG1 Bertrand Dagnon |
| Region/Land: | Afrika, Benin, Ouidah |
| Schulformen: | Gymnasium |
| Beginn der Schulpartnerschaft: | 2022 |
| Titel des Projekts: | Benin-Deutschland: Kultur ohne Grenzen? |
| Jahr des Austauschs: | 2024 |
| Altersstufen: | 15, 16, 17, 18 |
| Themen: | Armut und soziale Sicherheit/ Diversität und Kultur/ Kommunikation im globalen Kontext/ Nachhaltige Zukunft/ Vielfalt der Werte, Kulturen und Lebensverhältnisse: Diversität und Inklusion |
| Programmlinie: | Begegnungsreise (Incoming) |
| Begleitende NRO: | Sowutu-Verein |
Projektbeschreibung
Was bedeutet Glück? Was ist Reichtum? Welche Unterschiede bestehen in der Wahrnehmung dieser Begriffe in Deutschland und Benin? Was verbindet uns – und was trennt uns? Wie können wir Brücken bauen und Unterschiede überwinden?
Mit diesen Fragen setzten sich die Teilnehmenden der Begegnungsreise zwischen dem Goethe-Gymnasium Bischofswerda und dem CEG1 in Ouidah, Benin, intensiv auseinander.
Bereits während der ersten Anbahnungsreise im Jahr 2023 beschäftigten sich die Schüler*innen mit dem kolonialen Erbe beider Länder. Im Jahr 2024 empfing das Goethe-Gymnasium erstmals seine beninischen Gäste zu einer Begegnungsreise in der Oberlausitz. Die Jugendlichen verbrachten die gemeinsame Zeit sowohl in einer Jugendherberge als auch in Gastfamilien – ein Rahmen, der intensive interkulturelle Erfahrungen und das Knüpfen neuer Freundschaften ermöglichte.
Unter dem Motto „Benin–Deutschland: Kultur ohne Grenzen?“ suchten die Schüler*innen gemeinsam nach Definitionen von „Kultur“ und „Grenzen“. Dabei wurde deutlich, dass Grenzen in ganz unterschiedlichen Formen existieren können – sichtbar und unsichtbar, geografisch, sozial oder ökonomisch. In ihren Diskussionen reflektierten sie über die Bedeutung von (relativer) Armut und Reichtum im globalen Kontext und verglichen Sichtweisen aus dem Globalen Süden und Norden.
Auf künstlerische Weise näherten sich die Teilnehmenden schließlich der Frage, was Menschen trotz kultureller Unterschiede verbindet. Sie zeigten auf, wie universelle Werte wie Liebe, Solidarität und Mitgefühl Brücken zwischen Gesellschaften bauen können.
Abseits der thematischen Projektarbeit lernten die Jugendlichen die jeweils andere Kultur auch ganz praktisch kennen – bei gemeinsamen Kochabenden, Wanderungen und kreativen Aktivitäten. Der Höhepunkt der Begegnung war die gemeinsame Erarbeitung und Aufführung eines deutsch-beninischen Theaterstücks voller Tanz, Poesie und Musik, das eindrucksvoll die Früchte dieser besonderen Schulpartnerschaft zum Ausdruck brachte.