Begegnungsreise Bremen – Durban (2024)
| Name der deutschen Schule: | Oberschule Kurt-Schumacher-Allee |
|---|---|
| Bundesland: | Bremen, Bremen |
| Name der Partnerschule: | Umtapo High School |
| Region/Land: | Afrika, Südafrika, Durban |
| Schulformen: | Sekundarschule (mit gym. Oberstufe) |
| Beginn der Schulpartnerschaft: | 2021 |
| Titel des Projekts: | Nicht-Diskriminierung global - Perspektiven aus Bremen und Durban |
| Jahr des Austauschs: | 2024 |
| Altersstufen: | 16, 17, 18, 19 |
| Themen: | Frieden und Konflikt/ Global Governance – Weltordnungspolitik/ Menschenrechte und Nachhaltigkeit/ Postkolonialismus und Geschichte |
| Programmlinie: | Begegnungsreise (Outgoing) |
| Begleitende NRO: | Sportgarten Bremen e. V.; Local History Museum - Durban |
Projektbeschreibung
Das erste Outgoing-Projekt 2024 zwischen der Bremer Oberschule Kurt-Schumacher-Allee und der Umtapo High School im südafrikanischen Durban widmete sich der Auseinandersetzung mit historisch gewachsener Ungleichheit – insbesondere im Kontext der südafrikanischen Gesellschaft und der Region Durban. Ziel war es, globale Ungleichheiten und gesellschaftliche Hierarchien sichtbar zu machen und kritisch zu reflektieren.
Im Rahmen des Projekts erarbeiteten die Schüler*innen Ausstellungsposter, um ihre Erkenntnisse anschaulich zu präsentieren. Dabei setzten sie sich jeweils mit der nationalen Vergangenheit ihres Landes auseinander. Die deutsche Gruppe überreichte ihren südafrikanischen Partner*innen eine Ausstellung zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der Widerstandsbewegungen in Deutschland. Im Gegenzug erhielten sie von der Umtapo High School eine Ausstellung zur Geschichte der Apartheid in Südafrika.
Ein gemeinsamer Besuch im Holocaust and Genocide Centre in Durban ermöglichte eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Themen wie Täter- und Opferschaft, Mitläufertum sowie den komplexen Dimensionen von Widerstand. Auch der Besuch des Bergtheil Museums – inklusive eines Zeitzeugengesprächs mit Personen, die die Apartheid miterlebt hatten – hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei den Teilnehmenden.
Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme beider Schulen am Finale des „Abasha Bash Festivals“, das vom Local History Museum Durban organisiert wurde. Dort präsentierten verschiedene Gruppen aus Township-Schulen künstlerische Beiträge zur Geschichte der Befreiung von der Apartheid und zu 30 Jahren Demokratie in Südafrika. Die deutsche Gruppe leistete mit einer kreativen Inszenierung der „Bremer Stadtmusikanten“ ihren eigenen Beitrag: Das Theaterstück wurde als Allegorie auf Chancenungleichheit interpretiert und thematisierte die Bedeutung von Solidarität und Zusammenarbeit im Kampf gegen Diskriminierung.