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Begegnungsreise Hamburg – Inhambane (2022)

Name der deutschen Schule: Berufliche Schule Holz, Farbe, Textil Hamburg
Bundesland: Hamburg, Hamburg
Name der Partnerschule: Berufsschule Inhambane
Region/Land: Afrika, Mosambik, Inhambane
Schulformen: Berufsschule
Beginn der Schulpartnerschaft:
Titel des Projekts: Kleinmöbel für den Unterricht im öffentlichen Raum
Jahr des Austauschs: 2022
Altersstufen: 19, 21, 22, 23, 25, 25+
Themen: Bildung
Programmlinie: Begegnungsreise (Outgoing)
Begleitende NRO: Forum zum Austausch zwischen den Kulturen e. V.

Projektbeschreibung

Seit 2003 pflegt die Berufsschule Holz, Farbe, Textil Hamburg (BS25) Partnerschaften mit verschiedenen Berufsschulen in Mosambik. Der erste Kontakt zum Instituto de Formação Profissional e Estudos Laborais Alberto Chissano (IFPELAC) entstand 2011 im Rahmen eines Spielplatzprojekts in Inhambane – IFPELAC unterstützte dabei mit Werkzeugen. In den Folgejahren entwickelten die Schulen gemeinsam didaktisches Material (2014), gestalteten einen Container für Zahnprophylaxe (2016) und planten erneut einen Spielplatz (2018). Gegenseitige Besuche von Lehrkräften und Auszubildenden – zuletzt 2019 – stärkten die Partnerschaft. Der für 2020 geplante Besuch von Auszubildenden in Hamburg musste pandemiebedingt abgesagt werden, wurde jedoch in Form einer virtuellen Reise umgesetzt Link zum Projektbericht

Die Begegnungsreise 2022 stand unter dem Titel „Kleinmöbel für den Unterricht im öffentlichen Raum“. Inspiriert vom Konzept der „circular society“ war es Ziel der BS25, den 2020 angelegten Färbergarten zu öffnen und für die Nachbarschaft nutzbar zu machen. Eine ähnliche partizipative Praxis verfolgt auch die Gesundheitsschule in Inhambane, die regelmäßig Veranstaltungen zu Ernährung und Gesundheitsvorsorge in den umliegenden Dörfern organisiert.

Beide Schulen identifizierten einen gemeinsamen Bedarf: robuste, schnell aufstellbare und transportable Sitzmöbel für Unterricht und Veranstaltungen im Freien. Die Auszubildenden der BS25 entwickelten gemeinsam mit Schüler*innen der Tischlerei und Schneiderei des IFPELAC zwei Stuhlprototypen. Der Austausch zu Design und Konstruktion erfolgte bereits im Vorfeld digital über eine gemeinsame Padlet-Plattform. In Inhambane wurden die Entwürfe weiterentwickelt und an lokale Gegebenheiten angepasst. Anschließend entstand in den Werkstätten des IFPELAC eine Kleinserie der beiden Stuhlmodelle – gefertigt aus regional verfügbaren Materialien durch angehende Tischler*innen, Schneiderinnen sowie Maler*innen und Lackierer*innen beider Schulen.

Zum Abschluss wurden die Möbelstücke der lokalen Community präsentiert, getestet und durchweg positiv bewertet – insbesondere hinsichtlich Design, Sitzkomfort und Stabilität. Das Projektergebnis ist nachhaltig nutzbar: Die Gesundheitsschule verwendet die Stühle für ihre Arbeit in den Dörfern, und beide Partnerschulen können die Prototypen jederzeit reproduzieren und weiterentwickeln.