Begegnungen, die Spuren hinterlassen
Dass diese Erfahrungen weit über die drei Projektwochen hinauswirken, zeigt sich für Lehrerin Anja Heil besonders deutlich: „Ich habe mit vielen Ehemaligen gesprochen, die an früheren Austauschen teilgenommen haben, eine ehemalige Schülerin hat sogar ihre Masterarbeit über die Schulpartnerschaft geschrieben. Daran sieht man, wie weit das wirkt, wie nachhaltig und langfristig es das Leben beeinflusst, das ist wahnsinnig toll – genau dafür macht man das.“
Auch Isaack Julius Msoffe, Schulleiter der One World Secondary School Kilimanjaro, betont die Bedeutung der internationalen Schulpartnerschaft: „Diese Partnerschaft hat einen großen Einfluss auf unsere Schüler*innen. Sie erleben eine andere Kultur, bauen Freundschaften auf und erweitern ihre Zukunftsperspektiven.“ Und weiter: „Für mich bedeutet die Schulpartnerschaft sehr viel – sie ist eine Möglichkeit, Ideen auszutauschen, globale Themen zu besprechen und gemeinsam Lösungen für kommende Generationen zu finden.“
Schulpartnerschaften als Lernräume für globale Gerechtigkeit
Die Begegnung in Lappersdorf zeigt, wie globale Themen durch Schulpartnerschaften erlebbar werden, durch gemeinsame Projekte, persönliche Begegnungen und kreative Zusammenarbeit. Wenn Schüler*innen aus Deutschland und Tansania gemeinsam diskutieren, lernen und gestalten, entstehen Räume für echte Teilhabe, neue Perspektiven und nachhaltige Verbindungen. ENSA fördert jedes Jahr Schulpartnerschaften, die sich entweder anbahnen oder bereits bestehen, um Begegnungen im Rahmen dieser Partnerschaften zu ermöglichen. Der Schulaustausch wird durch ENSA finanziell mit bis zu 14.000 Euro gefördert und zusätzlich durch ein pädagogisches Programm begleitet. Anträge auf eine Förderung können jedes Jahr ab dem 1. Juli bis 30. September für das darauffolgende Jahr gestellt werden.